Gorge

Credits

Design
KOZO KEIKAKU ENGINEERING Inc.
ZO Consulting Engineers
WASP
Jahr
2026
Ort
Osaka (JP)
Disziplinen
Architecture
Kategorie
Temporary and Mobile Architecture
Award
Best of Best

Details

Welche Formen entstünden, fänden wir heute eine Rationalität für die Architektur? Gorge, eine Ruhestätte der Expo 2025 in Osaka, schlägt eine Vernakulararchitektur für das Zeitalter der Robotik vor, aus Earthen Concrete: einem schalungsfreien, lokal gewonnenen, biologisch abbaubaren Materialsystem, eine Alternative zu Industriebeton. Die Formen bestehen aus gescannten Steingeometrien, optimiert durch Überhangstests. Jeder Ort baut sein Nest aus seinem Boden.

The Jury‘s Statement

Japanische Architektur mutet oftmals futuristisch an. Unerschrocken wird mit Formen, Materialien, Technologien experimentiert, ohne dabei Halt vor vermeintlich unbedeutenden Orten zu machen. Projekt Gorge, ein Ruheraum mit Toilette, als Pavillon für die Expo 2025 in Osaka, wurde mittels eines 3D-Druckers vollständig aus lokaler Erde und biologisch abbaubaren Naturmaterialien geformt. Das Kombinieren modernster Roboter-Technologie mit traditioneller japanischer Lehmbautradition unterstützt den Punkt der Kreislaufarchitektur. Schließlich kann die gesamte Anlage aus geschwungenen Waschbecken, Wänden, Pflanzkübeln und vielem mehr – anders als Industriebauten aus Beton und Stahl – nach Ende der Weltausstellung rückstandslos wieder zurück in den Erdboden übergehen. Damit ist es Aka Hamada Architects gelungen, zu beweisen, dass die Architektur der Zukunft keinesfalls klimaschädlich gebaut sein muss. Mittels visionärer Technologie kann sich der Mensch überall nachhaltige Schutzräume schaffen.

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